es ist 22:40. vor meinem fenster räumt ein schneeräumfahrzeug die getürmten schneematschsilvesterüberrestehäufchen davon und trägt die gletscher, die seit wochen auf den bürgersteigen berlins wuchern, ab. jetzt, wo es taut, wurde das aber auch allerhöchste zeit! wie schön, daß ich aufgrund der fastenvorsätze freitagabend lieber zu hause bleibe und deswegen zeuge derartiger schauspiele sein kann.
zugegebenermaßen war ich davor zeuge eines anderen schauspiels: contemporary dance perfomances in einer fabrikhalle im wedding, der auch trotz allem immer noch nicht aufstrebend ist. es ist schön, wenn einem mal wieder bewußt wird, wie vielschichtig und unverständlich kunst ist und daß ich inzwischen beschließen darf, gewisse dinge in meinem verständnis nicht für kunst zu halten, wenn ich sie nicht verstehe. a la 'ich habe keine lösung dafür, aber ich bewundere das problem'. einem mädchen zuzuschauen, wie sie in einer dunklen fabrikhalle 5 minuten auf einem amplifier sitzt, ohne daß etwas geschieht, ist für mein dafürhalten leider eine beinahe unerträgliche spannung. keep passing the open windows...
auf der anderen seite bin ich dafür vielleicht wirklich einfach zu viel popkultur.
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